Buchpräsentation Kärnten liegt am Meer

06. Juni 2012

Am 06. Juni 2012 wurde in der Buchhandlung Heyn in Klagenfurt das Buch Kärnten liegt am Meer – Konfliktgeschichte/n über Trauma, Macht und Identität vor versammelter Presse vorgestellt. Der Direktor des Herbert C. Kelman Institutes, Dr. Wolfgang Petritsch, hat zusammen mit dem geschäftsführenden Direktor Dr. Wilfried Graf zu Fragen zum Buch und aktuellen Entwicklungen im – nun politisch gelösten – Ortstafelstreit Stellung bezogen.

zum Buch

Kärnten liegt am Meer
Konfliktgeschichte/n
über Trauma, Macht und Identität

herausgegeben von Wolfgang Petritsch, Wilfried Graf und Gudrun Kramer

“Kärnten liegt am Meer”: der Titel zu dieser Publikation – inspiriert von Ingeborg Bachmanns Gedicht “Böhmen liegt am Meer” – illustriert die Vision einer interkulturellen und transnationalen Friedenskultur in der Alpen-Adria-Region.

“Kärnten liegt am Meer” ist aber auch eine Metapher für den Versuch, mit diesem Buch Kärnten aus der Perspektive persönlicher und familiärer Konfliktgeschichte/n neu zu “verstehen” – einerseits historisch, mit einem Blick auf die längeren Zeiträume der Geschichte, andererseits geographisch, mit einem grenzüberschreitenden Blick auf Südosteuropa und ganz Europa.

Der Buch unternimmt den Versuch, die Geschichte des Kärntner „Ortstafelkonflikts” aus der Perspektive des 20. Jahrhunderts – dieses Zeitalters der Extreme – zu verstehen. In zwanzig Gesprächen mit jeweils zehn deutsch- und slowenischsprachigen Kärntnerinnen und Kärntnern aus drei Generationen und unterschiedlichen ideologischen „Lagern“ – ergänzt durch zehn erläuternde Kommentare – entsteht so ein lebens- und landesgeschichtliches Panorama Kärntens.

Dem Leser soll damit Material für eine gleichsam poetische Vision für die Zukunft des Landes an die Hand gegeben werden. Natürlich liegt Kärnten nicht am Meer. Was jedoch der Titel zum Ausdruck bringen möchte ist die reale Möglichkeit der Überwindung von alten Vorurteilen und neuen Ressentiments, die uns alle beschränken. Die Karawanken nicht mehr als „Grenzwall“ zu begreifen sondern als attraktive Verbindung zum Meer vor unserer Haustür. Wenn „Alpe-Adria“ nicht nur ein Slogan bleiben soll, müssen wir damit beginnen, Geschichte und Geografie Kärntens im Sinne der kulturellen und sprachlichen Offenheit fürs 21. Jahrhundert neu zu interpretieren.

Unter den GesprächspartnerInnen finden sich Ernst Blajs, Josef Feldner, Veronika Haring, Stefan Kramer, Peter Kuchar, Josef Lausegger, Gerhard Leeb, Arno Manner, Bogdan Mohor–Ston, Othmar Mory, Vida Obid, Anton Rosenzopf-Jank, Bernard Sadovnik, Otto Scrinzi, Franz Josef Smrtnik, Heinz Stritzl, Marjan Sturm, Hans M. Tuschar, Rudi Vouk und Dejan Zwitter.

Auf der dazugehörigen Website “Kärnten Neu” können die große Geschichte (Timeline) und, darin eingebettet, die kleinen Geschichten zur Geschichte: „persönliche und familiäre Konfliktgeschichte/n über Trauma, Macht und Identität“ im Kärnten des 20. Jahrhunderts nachgelesen werden. Multimedial werden Lebensgeschichten mit historischen Analysen in Bildern und Audiomitschnitten in einen Dialog gebracht – ohne sie vorschnell versöhnen zu wollen.

Direkt erhältlich bei den Verlagen Drava und Heyn:

VERLAG DRAVA
Tel: +43 / 463 / 501 099; Fax: -20
Tarviser Straße 16
A-9020 Klagenfurt / Celovec

office@drava.at
www.drava.at

VERLAG HEYN
Verlag Johannes Heyn
Tel.: +43 / 463 / 33 631; Fax: -33
Friedensgasse 23
A-9020 Klagenfurt

office@verlagheyn.at
www.verlagheyn.at

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